News vom 11.06.2010
3. Renntag, 4 Tag
Dank unserer Back-Office Managerin Birte konnten wir die Rechner-Probleme beheben und sind wieder online. Heute rascheln schon beim Aufstehen die Bäume. Mehr Wind? Zumindest der(www.)Windfinder(.com) sagt dies voraus. Im Hafen dann eher flau und Wind aus südlicher Richtung. Hatten wir noch nicht. Pünktlich zum Auslaufen setzt sich der Seewind durch und das System kippt. Tendenz sehr flau.
Ach so für die Chronik: Sonne brennt nach wie vor gnadenlos vom Himmel. Sonst das übliche Programm: Wind messen, Kompass einstellen etc. Heute kleine Neuerung wir messen beide Seiten der Linie (zur Erinnerung hier gibt es 3 Startschiffe), die eine Linie bilden sollen, was aber echt schwer ist, meist ist es doch ein stumpfer Winkel. Der eine Teil ist mit 4 Grad links bevorteilt der andere mit 14 Grad. Also peitscht der Bordtaktiker den noch zweifelnden Steuermann ganz ans linke Schiff. Wind nimmt zu. Wind dreht leider nach rechts. Taktiker entscheidet: der dreht auch wieder zurück: Wir bleiben GANZ LINKS. Sieh an, da unter mir Hamish Peper, über mir 2 Italiener und ein Spanier und dann Thorben Grael. Steuermann noch beunruhigter, die machen mich doch schon beim Start platt.
Dann Schuß und ab geht die Post. Viel Platz. Hamish legt die Hebel auf den Tisch und knallt nur so aus dem Start. So einen beeindruckenden Geschwindigkeitsunterschied hatten wir noch nie. Gut wir sind ja zum Lernen hier. Karsten und ich hängen volles Rohr und beobachten Hamish. Spanier und Italiener machen kein Problem. Die Italiener kann ich abknippsen , die fallen ab, den Spanier kann ich gut halten und Thorben Grael fährt auch nicht vorbei. Irgendwie krieg ich den Bogen langsam raus. Oberbackstag in der Böe ziehen. Nach der Bö auf. Ganz schön anstrengend, fährt aber gut. Hamish fährt uns nicht mehr weg.
So er legt um, wir fahren noch ein Stück weiter und dann auch rum.
Am Fass nicht ganz vorne, aber sehr gut dabei. Direkt hinter uns Marazzi. Deutlich mehr Druck in der Luft als bisher bei den Rennen. Schön voll hier, aber mit zwei Halsen sind wir auch schon unten. Linkes Fass. Marazzi nur ein paar Plätze vor, wir gehen direkt hinter Frederik Lööf ums Fass. Gut gerundet.
GANZ LINKS!
Gute Kreuz, Position kann ich nicht sagen. Die ganzen Olympioniken sind uns aber immer noch nicht weggefahren.
Vorm Wind ziemlich durch die Mitte. Läuft alles gut, nun ängstliche Anfrage von hinten nach vorne: wie kommen wir in dem Gedränge gut an dem Gate raus. Ansage, links rum. Plötzlich unerwartet ein Idiot von links der versucht ca. 10 Boote um die rechte Tonne zu drücken. Großes Geschrei in allen Sprachen. Geschepper, wir kommen aber ganz gut aus dem Whooling sind aber an der „falschen Tonne“.
Gut links raus. Furchtbar gestörter Wind durch die runter kommenden Boote. Wir in Lee davon. Taktiker spricht Steuermann Ruhe zu: wir fahren durch. Bis dahin stimmt noch alles. Mit einigen Wenden in die Mitte, Tendenz rechts. Aus später nicht nachvollziehbaren Gründen, denken wir, dass sei gut um mit Bb-Bug ans Ziel fahren zu können. Stimmt zwar, war aber brutal die falsche Seite. Am Ende 69! Da sind uns gut 20-25 Schiffe durchgefahren. Abends an der Bar hören wir einen Bericht, wie jemand über ganz links von Platz 100 auf 11 vorgefahren ist, da klingt ein Rückfall von Mitte 40 auf 69 ja noch human.
Nun Programmwechsel. Heute erstes gesellschaftliches Ereignis: Abendlicher Empfang. Alle fein gemacht, selbst Jesper zieht ohne Murren ein Polo-Shirt an.
Der Empfang findet in einem Strandclub mit Pool statt. Schönes Ambiente, Prosecco und Vino Bianco aber eher von schlechter Qualität (der Rote noch schlechter). Dann das große Buffet. Erwartungsgemäß eine Schlacht wie heute am Lee-Fass. Schade, denn die haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Irgendwann hat man dann keine Lust mehr sich darum zu prügeln.
Wir machenden den Abgang, beim Rausgehen treffen wir dann noch Polgar / Koy samt Trainer Hellmich, die auch am Buffet die Segel gestrichen haben und nun Ihre Grundversorgung in einer Pizzeria sicher stellen.
Fürs Protokoll die Beiden führen im Moment.
Im Anhang das offizielle Poster, mit dem hier die Stadt geschmückt ist. Unsicher ist, was die Dame mit den violetten Haaren mit den Seesternen will, geschweige denn, was Ganze mit Starboot segeln zu tun hat, aber sicher ist aber, das im Hintergrund Opernmusik laufen müsste, weil wir ja hier in Pucini Hörweite sind.



